Adriana Hölszky hielt die 13. Leipziger Poetikvorlesung

Am Reformationstag, dem 31. Oktober 2019, um 18 Uhr, hielt die vielfach ausgezeichnete Adriana Hölszky die Leipziger Poetikvorlesung. Damit war zum ersten Mal eine Komponistin bei der Veranstaltungsreihe eingeladen, die sich in den letzten Jahren immer wieder dem intermedialen Bezugsfeld der Künste geöffnet hat. 

Im Anschluss an die öffentliche Vorlesung wurde ein Orgelstück der Komponistin aufgeführt. Aus diesem Grund fand die Leipziger Poetikvorlesung dieses Mal nicht im Alten Rathaus, sondern im Paulinum am Augustusplatz statt. Zu Beginn begrüßten Universitätsrektorin Prof. Dr. Beate Schücking und Oberbürgermeister Burkhard Jung die Besucher. Prof. Dr. Michael Lentz vom Literaturinstitut gab eine thematische Einführung. Zusätzlich führten Adriana Hölszky und Prof. Dr. Ulrike Draesner am 1. November um 20 Uhr im Deutschen Literaturinstitut ein Werkstattgespräch.

Zur Biographie von Adriana Hölszky
Adriana Hölszky wurde 1953 in Bukarest, Rumänien, geboren. Sie studierte Klavier und Komposition. Seit 1976 lebt und arbeitet sie in Deutschland. Ihren Durchbruch hatte sie 1988 mit der Oper „Bremer Freiheit“. Es folgten fünf weitere Arbeiten fürs Musiktheater, insgesamt umfasst ihr Œuvre rund 80 Werke, die mehrfach Preise gewannen, zuletzt 2019 den Louis Spohr Musikpreis (für ihr Gesamtwerk). Von 1997 bis 2000 war sie Professorin für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und von 2000 bis 2013 Professorin für Komposition am Mozarteum in Salzburg.

Die Leipziger Poetikvorlesungen
Die „Leipziger Poetikvorlesungen. Künstlerische Positionen der Gegenwart“ sind eine Gemeinschaftsveranstaltung des Deutschen Literaturinstituts Leipzig und der Stadt Leipzig. Ihren Auftakt hatten die Leipziger Poetikvorlesungen im Jahr 2007 mit Ingo Schulze. Ihm folgten Uwe Tellkamp, Herta Müller, Harry Rowohlt, Brigitte Kronauer, Herbert Grönemeyer, Hartmut Lange, Dea Loher, Karl Heinz Bohrer, Doris Dörrie, Michael Triegel und im letzten Jahr Hans-Ulrich Treichel.