Rosemarie Tietze

Biografie

Rosemarie Tietze, geboren 1944 in Oberkirch/Schwarzwald, lebt in München. Studium der Theaterwissenschaft, Slawistik und Germanistik in Köln, Wien und München, einjähriger Forschungsaufenthalt in Moskau. Zweitstudium als Übersetzerin und Dolmetscherin für Russisch. Freiberuflich zunächst als Dolmetscherin tätig, später als Literaturübersetzerin. 1984-2009 Dozentin am Münchner Sprachen- und Dolmetscherinstitut.
Präsentation russischer Literatur und der Übersetzungskunst in Lesungen und Medien. Mitarbeit an Fernsehsendungen von Alexander Kluge. Seminare für Literaturübersetzer und zur Übersetzungsdidaktik. Initiatorin des 1997 gegründeten Deutschen Übersetzerfonds und bis 2009 dessen Vorsitzende.
Übersetzungen von Andrej Bitow, Vladimir Nabokov, Boris Pasternak, Jewgeni Popow, Ljudmila Petruschewskaja u.a. Neuübersetzung von Lew Tolstois „Anna Karenina“ (2009).
Auszeichnungen u.a.: 1995 Johann-Heinrich-Voss-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, 2003 Münchner Übersetzerpreis, 2008 Brücke-Berlin-Preis (mit Andrej Bitow), 2010 Paul-Celan-Preis des Deutschen Literaturfonds.