Jan Faktor

Biografie

Jan Faktor, 1951 in Prag geboren. Studium: Datenverarbeitung. Abbruch nach drei Semestern. Verschiedene Arbeitsverhältnisse in Prag und in der Slowakei. Fernstudium. In Prag zuletzt als Programmierer tätig. 1978 Übersiedlung zu seiner Frau in die DDR (Ostberlin). Arbeit als Kindergärtner, Schlosser, Übersetzer. Seit 1989 Mitglied des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie. Ab 1991 mehrere Stipendien, Werkverträge. Alfred-Döblin-Preis 2005 für den noch unveröffentlichten Roman „Schornstein“. 2010 Candide-Preis für das Gesamtwerk.

Veröffentlichungen

1989 „Georgs Versuche an einem Gedicht und andere positive Texte aus dem Dichtergarten des Grauens“ (Aufbau und im Herbst ’90 auch bei Luchterhand)

1993 „Körpertexte“ (Gerhard Wolf Janus press). Herausgegeben anlässlich der Verleihung des Kranichsteiner Literaturpreises.

1995 „Die Leute trinken zuviel, kommen gleich mit Flaschen an oder melden sich gar nicht“ (Gerhard Wolf Janus press)

1997 – 1999 Realsatirische Diavorträge über Gebrauchsanweisungen aus der DDR unter dem Titel „Mein Leben als Gebrauchsangewiesener Mensch in der DDR“

2000 „Fremd im eigenen Land?“ (gemeinsam mit Annette Simon, Psychosozial-Verlag)

2006 Roman „Schornstein“ (Kiepenheuer & Witsch)

2010 Roman „Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag“ (Kiepenheuer & Witsch). Dieser Roman wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und war auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2010.