Doris Dörrie hielt die 10. Leipziger Poetikvorlesung am 31. Oktober 2016

Das Deutsche Literaturinstitut der Universität Leipzig und das Kulturamt der Stadt Leipzig haben die jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe in ihrem zehnten Durchgang konzeptionell und inhaltlich erneuert. Unter dem Titel „Leipziger Poetikvorlesungen. Künstlerische Positionen der Gegenwart“ werden zunehmend Künstlerinnen und Künstler zu Wort kommen, die auch außerhalb eines dezidiert literarischen Spektrums tätig sind. In diesem Jahr gab mit Doris Dörrie eine der bedeutendsten deutschen Filmemacherinnen Einblick in ihre Arbeitsweise. „Doris Dörrie steht für eine einzigartige Verbindung von filmischer, literarischer und engagiert-dokumentarischer Kunst, die den Blick auf das Fremde im Eigenen und Eigene im Fremden hin öffnet“, so Prof. Michael Lentz (Deutsches Literaturinstitut) zur Begründung der Wahl. Ihren Auftakt hatten die Leipziger Poetikvorlesungen im Jahr 2007 mit Ingo Schulze, ihm folgten Uwe Tellkamp, Herta Müller, Harry Rowohlt, Brigitte Kronauer, Herbert Grönemeyer, Hartmut Lange, Dea Loher und zuletzt  Karl Heinz Bohrer.

Die öffentliche Vorlesung fand am 31. Oktober 2016 um 18.00 Uhr im Festsaal des Alten Leipziger Rathauses statt. Die Einführung hielt Michael Lentz. Zusätzlich las Doris Dörrie am 1. November 2016 um 20.00 Uhr im Deutschen Literaturinstitut aus Ihrem aktuellen Roman „Diebe und Vampire“ und führte ein Gespräch mit Hans-Ulrich Treichel.